Theater Regensburg

Die Dreigroschenoper

Ein Stück mit Musik in einem Vorspiel und acht Bildern von Bertolt Brecht (1898 - 1956) nach John Gays "The Beggar's Opera", übersetzt aus dem Englischen von Elisabeth Hauptmann, Musik von Kurt Weill (1900 - 1950)

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"Und der Haifisch, der hat Zähne / Und die trägt er im Gesicht / Und Macheath, der hat ein Messer / Doch das Messer sieht man nicht. "Wer hat bei diesen Worten nicht gleich die Melodie der berühmten "Moritat von Mackie Messer" im Kopf? Sie stammen aus Bertolt Brechts und Kurt Weills kapitalismuskritischer "Oper", die die beiden Ende der 1920er-Jahre geschrieben haben. Sie wollten ein Werk kreieren, das "so prunkvoll gedacht war, wie nur Bettler sie erträumen" und"so billig sein sollte, dass Bettler sie bezahlen können".

In der DREIGROSCHENOPER versinkt die Gesellschaft in Armut, Massenarbeitslosigkeit, Kriminalität und Prostitution. Nur wer das Spiel der Korruption beherrscht, kommt weiter im Leben. Perfektioniert hat diese Kunst Jonathan Peachum: Er gibt den Moralapostel, gleichzeitig hat er ein Bettlerimperium errichtet und verdient seinen Lebensunterhalt mit dem schlechten Gewissen anderer. In nur wenigen Minuten macht er aus jedem Individuum einen bemitleidenswerten "Krüppel"- selbstverständlich gehen 50 % aller Einnahmen an Peachum selbst. Ebenfalls erfolgreich ist der skrupellose Gangsterboss MackieMesser, der sich in Londons Unterwelt fast noch besser als in Londons Bordellen auskennt und zudem den Polizeichef Tiger Brown durch Bestechungsgelder ganz auf seiner Seite hat. Als der Ganove allerdings Polly, Peachums Tochter, heiratet, treffen die beiden "Businessmänner"aufeinander - wer kann die Klaviatur der Korruption besser für sich bedienen und den anderen damit zu Fall bringen?

Brechts "Bettleroper" mit der eigens dafür komponierten Musik von Kurt Weill wurde über Nacht ein Welterfolg, der bis heute anhält. Das ist kaum verwunderlich, denn das Motto, nachdem Peachum und Mackie Messer leben, gilt auch für viele heute noch:"Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral."

Aufführungsdauer: 2 Stunden und 50 Minuten, inklusive einer Pause

Regie Klaus Kusenberg
Musikalische Leitung Bettina Ostermeier
Bühne Michael Lindner
Kostüme Lena Scheerer, Bettina Marx
Choreographie Tamás Mester
Licht Martin Stevens
Dramaturgie Saskia Zinsser-Krys
Jonathan Jeremiah Peachum Gerhard Hermann
Frau Peachum Franziska Sörensen
Polly Peachum Zelal Kapçık
Macheath Katharina Solzbacher
Brown Kristóf Gellén
Lucy Marlene Hoffmann
Trauerweidenwalter/ Smith Gero Nievelstein
Hakenfingerjakob / Filch Philipp Quest
Münzmatthias / Moritatensänger Guido Wachter
Sägerobert / Moritatensänger / Vixen David Markandeya Campling
Spelunkenjenny Verena Maria Bauer
Band Franziska Forster, Lukas Diller, Reinhard Greiner, NN, Robert Prill, Werner Treiber, Bettina Ostermeier

Entkernt kommt die Armut daher, umso verführerischer das Verbrechen. Mackie Messer, gesungen und gespielt von einer Frau, lädt in das Böse ein; galant, gefährlich und sehr unterhaltsam.