Staatstheater Augsburg

Oleanna - ein Machtspiel (VR)

Virtual Reality-Schauspiel von David Mamet

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Die Studentin Carol sucht das Gespräch mit ihrem Professor John. Sie versteht sein Buch nicht, er kann ihre Probleme nicht nachvollziehen. Dennoch bietet er ihr Hilfe an, weil er sie "sympathisch" findet. Die Machtverhältnisse scheinen klar: auf der einen Seite der gemachte Mann, kurz vor einem beruflichen und privaten Aufstieg, auf der anderen Seite die fleißige Frau, die sich in der Wissenschaftssprache nicht zurechtfindet.

Beim nächsten Treffen hat sich das Blatt gewendet. Carol hat John wegen seines aus ihrer Sicht sexistischen Verhaltens bei der Berufungskommission gemeldet. Damit steht seine Beförderung auf dem Spiel. Das klärende Gespräch, das er sich erhofft, endet als Zweikampf.

David Mamets Theaterstück von 1992 ist immer noch und wieder hochaktuell. In Zeiten von #metoo und neuen Debatten um die Deutungshoheit, die sich durch Internet und soziale Netzwerke noch verschärft haben, ist Mamets Spiel um Macht und Wahrheit ein brisanter Theaterstoff. Axel Sichrovskys erfolgreiche Inszenierung wurde an die VR angepasst und an überraschende Orte verlegt.

Aufführungsdauer: 1 Stunde und 20 Minuten, inklusive einer Pause nach 30 Minuten 

Inszenierung André Bücker
Carol Katja Sieder
John Andrej Kaminskx

Ein (Ohn-)Machtspiel der Geschlechter, umgesetzt für die VR-Brille. Die Technik könnte dazu verführen, ein möglichst „echtes“ Theatererlebnis zu schaffen. Die Regie aber setzt klug auf Surrealismus und wird gerade dadurch einer höchst realen Debatte gerecht.