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Mit der Verleihung des Publikumspreises und einer großen Party endeten am Pfingstmontag abends die 40. Bayerischen Theatertage in Regensburg. „Unser spartenübergreifendes Konzept mit dem Motto „Vielfalt leben“ ist aufgegangen“, freut sich Staatsintendant Sebastian Ritschel.
Bevor die eigentliche Show losgeht, beginnt hinter den Kulissen die oft unsichtbare Arbeit der Licht- und Tontechnik. Ich habe das Technikteam des Theater Hof bei seinem Gastspiel von DIE TAGEBÜCHER VON ADAM UND EVA im Antoniushaus begleitet und spannende Einblicke in ihren Arbeitsalltag erhalten.
Den Begriff „Magic Moment" kannte ich bisher eher aus Castingshows oder Disneyfilmen. Dass er auch im Nachgespräch nach einer Theatervorstellung eine Rolle spielt, wusste ich nicht, bis ich mit Hannah Spielvogel gesprochen habe. Als Lehramtsstudentin interessiert mich, was Theater leisten kann, das Schule nicht schafft: ein Raum für Themen, die im Unterricht oft keinen Platz finden. Deshalb habe ich mir für die Bayerischen Theatertage das Gewerk „Theaterpädagogik“ bzw. „Theatervermittlung“ näher angeschaut.
Die Vorstellungen sind gespielt, die Ensembles abgereist und der Publikumspreis vergeben. Das heißt: Zeit für den dritten und letzten studentischen Dialog. Wir sprechen über die Festivalstimmung, Publikumsäußerungen, Inszenierungen, und die Menschen, die die Bayerischen Theatertage möglich gemacht haben. Und das, was am Ende eines Festivals bleibt.
Im Rahmen der Bayerischen Theatertage zeigte das Theater Hof am Sonntag, den 24.5. im Antoniushaus die letzte Vorstellung des satirischen Musicals DIE TAGEBÜCHER VON ADAM UND EVA. Mit dem Musical von Marc Seitz und Kevin Schroeder nach Mark Twain brachte die Regisseurin Rita Sereinig eine unterhaltsame und pointierte Erzählung der Geschichte der ersten Menschen auf die Bühne. Eine vierköpfige Band begleitete das Publikum mit jazzigen Klängen auf der Expedition in das Dschungelparadies.
Ein Gast betritt das Gebäude des Staatstheaters am Bismarckplatz. Die schweren Eingangstüren ebnen dem Besuchenden den Weg zur charakteristischen Kutschendurchfahrt, die während der 40. Bayerischen Theatertagen in sanfte Grün- und Rosatöne getüncht ist. Rasch wird er von einem freundlichen Gesicht begrüßt und ihm durch Blicke signalisiert, dass man für jegliche Fragen und Wünsche jederzeit Rede und Antwort steht. Für die Besucher*innen ist das der erste zwischenmenschliche Kontakt an diesem Theaterabend.
Der Zuschauerraum ist noch leer, doch auf der Bühne herrscht bereits Konzentration. Kabel werden verlegt, Bühnenteile verschoben, Lichteinstellungen getestet. Während später das Publikum vor allem die fertige Inszenierung wahrnimmt, entsteht Theater lange davor, in einer Teamarbeit hinter und auf der Bühne.
Als Zuschauer*innen erleben wir Theater oft über das, was uns unmittelbar gezeigt wird: Bühne, Licht, Kostüme, Performance. Dabei baut jede Inszenierung auf einer Vielzahl an Prozessen auf, die für uns oft unsichtbar bleiben. So braucht eine Inszenierung, lange bevor sie endlich den Tag der Premiere feiern kann, eine Person, die Texte bearbeitet, Hintergründe recherchiert, Konzepte mitentwickelt, Feedback gibt und zwischen Regie, Ensemble und Publikum vermittelt.
„Bei dem Stück hat sich die Mühe wirklich gelohnt,“ erklärt Chefrequisiteur Frank Buck im Gespräch mehrere Stunden vor der Aufführung von DAS SCHWEIGENDE KLASSENZIMMER. Im Rahmen einer „teilnehmenden Beobachtung“ – einer kulturwissenschaftlichen Forschungsmethode, die durch Beobachtung, persönliche Teilnahme sowie informelle Gespräche Einblicke in soziale Praktiken ermöglicht – begleitete ich das Gastspiel des Mainfranken Theaters Würzburg bei den Bayerischen Theatertagen.
Auf einer abgedunkelten Bühne kauert eine Figur, fast zu einem Ball verformt, regungslos. Bis die ersten Sonnenstrahlen eines neuen Tages (in Form eines gedämpften Spotlights) sie zum Leben erwecken. Unaufhaltbar intensiv performt Jin Lee als Solistin den Lebenszyklus eines Baumes und lädt das Publikum ein, über die eigene Natürlichkeit und (Natur)Verbundenheit nachzudenken.