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6.5.2026
von
Jennifer Redlich
Es gibt Momente in einer Stadt, in denen sich der gewohnte Ablauf kurz verschiebt. Die Menschen bleiben stehen, ohne genau zu wissen, warum. Gespräche verstummen und es entsteht etwas im öffentlichen Raum, das für alle da ist.
Bei den 40. Bayerischen Theatertagen in Regensburg gehen wir nicht auf Distanz, sondern setzen auf Begegnung unmittelbar im Stadtraum. Theater ist hier keine geschlossene Veranstaltung. Theater ist etwas, das sich zwischen Menschen und Begegnungen ergibt. Der Eintritt ist frei. Und Teilhabe entsteht durch die Möglichkeit, einfach da und dabei zu sein.
/ Mi., 13.5., 21.30 Uhr, Bismarckplatz Rangbalkon
Gemeinsam werden wir der Musik von unserem Balkon aus lauschen und schon wird der große Platz vor dem Theater gemeinsam mit Ihnen zur italienischen Piazza. Das beliebte Format BALKONSINGEN geht während der 40. Bayerischen Theatertage in die 38. Runde. Singen werden beim 38. BALKONSINGEN unsere Musical-Solist*innen Alejandro Nicolás Firlei Fernández, Fabiana Locke & Felix Rabas.
/ Sa., 16.5., ab 11 Uhr an mehreren Orten in Regensburg
Auf der Steinernen Brücke setzt plötzlich Bewegung ein. Auf dem Neupfarrplatz, am Alten Rathaus oder zwischen vorbeigehenden Menschen beginnen Tänzer*innen, den Raum anders zu nutzen. Schritte verlangsamen sich, Richtungen ändern sich, einzelne Bewegungen wiederholen sich, bis sie auffallen.
So macht TANZ DAHOAM Regensburg für einen Moment zu einem Ort, an dem Bewegung geteilt wird. Ohne Bühne, ohne klare Abgrenzung entsteht eine Situation, in der nicht sofort entschieden werden muss, wer zuschaut und wer Teil davon ist.
Alle Stationen der partizipativen Tanzperformance
/ Sa., 16.5., 19.30 Uhr, Bismarckplatz
Der Bismarckplatz wirkt zunächst auf den ersten Blick wie immer. Doch dann werden einige Musicalfans Kopfhörer aufsetzen und in die Musik von SEELE FÜR SEELE eintauchen. Vielleicht bewegen sich Lippen und Körper gehen zum Tanz über. Die Wahrnehmung bleibt individuell, das Erlebnis hingegen wird kollektiv.
/ Sa., 16.5., 21.45 Uhr, Bismarckplatz
Von außen betrachtet bleibt es fast still. Menschen bewegen sich, drehen sich, lachen vielleicht, aber der Klang bleibt unsichtbar. Und erst der Blick auf die Kopfhörer erklärt, dass jeder Körper einer anderen Musik folgt.
Niemand muss sich anpassen, und doch entsteht eine gemeinsame Bewegung im Raum. Der Bismarckplatz wirkt dann wie Zusammenspiel aus individuellen Welten, die sich nicht vermischen und dennoch miteinander verbunden bleiben.
/ Sa., 23.5., 10 bis 14 Uhr, Neuhaussaal
Im Neuhaussaal hängen Kleidungsstücke mit Stoffen, Farben, Formen, die auf der Bühne Teil einer Figur waren. Manche Stücke tragen noch die Erinnerung an Bewegung in sich, andere wirken wie bereit für neue Geschichten.
Was im Theater als Teil einer Inszenierung existierte, löst sich hier aus seinem Zusammenhang und wird für den Alltag nutzbar.
Vielleicht bleiben Menschen stehen, die eigentlich nur auf dem Weg durch die Altstadt sind. Einkaufstaschen in der Hand, das Handy noch halb im Blick. Ein paar Meter weiter dreht sich jemand noch einmal um, weil sich etwas verändert hat. Bewegung, Musik, Stimmen und alles nicht laut, aber genug, um aus dem Gewohnten herauszufallen.
Es reicht, einfach da zu sein.
So werden Bismarckplatz, Haidplatz, Neupfarrplatz und weitere Orte in Regensburg für einen Augenblick zum Treffpunkt für Menschen, die sich sonst nicht begegnen würden.