ca. 2 Stunden | eine Pause
13.5.26 | 19.30 | Antoniushaus
KartenZorn, Gier, List, Hass – und tiefe Leidenschaft: Die Tragödie König Lear von William Shakespeare gilt bis heute als einer der Klassiker unter den Klassikern. Das Stück um Liebe, Lüge und Verrat stellt Fragen, die ganz gegenwärtig sind – bis hin zum Erbschaftsstreit und zur Frage über den Wert des Alters. Mit einer Uraufführung des Stücks Die Erbschaft, einer Überarbeitung des klassischen Stoffs durch Intendantin Jasmin Meindl und Christian Muggenthaler, wird dieser Klassiker dem Publikum des Landestheaters Dinkelsbühl neu ans Theaterherz gelegt: verschlankt, verändert, neu gewirkt, zugleich aber mit dem durchs Unglück rasenden Shakespeare-Puls. Die Geschichte wird verlegt in ein zeitloses Land, in dem die Großbäuerin Julia Liric ihren Reichtum an ihre drei Kinder übergibt: Kann das gutgehen?

Das Landestheater Dinkelsbühl in Mittelfranken im Landkreis Ansbach bespielt die Orte Dinkelsbühl, Rothenburg o.d. Tauber und Wassertrüdingen. Das Theater existiert seit 70 Jahren und ist einer Privatinitiative von Bürger*innen vor Ort entsprungen. Landestheater ist es seit dem Jahr 2006, Hauptgeldgeber sind die Stadt Dinkelsbühl, der Freistaat Bayern und der Bezirk Mittelfranken.
Das Ensemble umfasst fünf Spieler*innen, das durch Gäste erweitert wird. Gespielt werden in der Regel pro Saison acht Stücke plus zwei Kinderstücke, dazu kommen Sonderformate wie Klassenzimmerstücke und „Theater aus dem Koffer“ für Kindergärten. Bis zum August 2025 und seit dem Jahr 2001 leitete Peter Cahn das Landestheater, seit September 2025 ist nun Jasmin Meindl Intendantin. Durch sie und mit ihr wird das Haus zwar den bisherigen Traditionen verpflichtet bleiben, aber auch neue Richtungen anstreben. Vernetzung, Spielclubs, Bürgerbühne etc. sind dabei die Stichworte. Auch das Volkstheater soll v.a. im Sommerprogramm aufgewertet werden, dafür wird es weniger Musical-Produktionen geben. Die Besonderheit des Landestheaters Dinkelsbühl ist ohnehin die enge Verbundenheit mit der Bürgerschaft. Spielstätten sind das Theater im Spitalhof für den Herbst und Winter, die Freilichtbühne am Wehrgang für den Sommer und in Zukunft das Carl-Fortunat-Haus für Kinder- und Jugendstücke.