BTT - Mainfrankentheater Würzburg | Das Schweigende Klassenzimmer BTT - Mainfrankentheater Würzburg | Das Schweigende Klassenzimmer
Bayerische Theatertage 26

40. Bayerische Theatertage
Regensburg 2026

Mainfranken Theater Würzburg

Das schweigende Klassenzimmer
Das schweigende Klassenzimmer
Schauspiel nach dem Erinnerungsbuch von Dietrich Garstka

In einer Fassung von Barbara Bily und Anna Stiepani

13+

In Kooperation mit dem Institut für Deutschlandforschung der Ruhr-Universität Bochum mit Förderung durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur (Berlin).

Dauer: ca. 1 Stunde 15 Minuten | Keine Pause

22.5.26 | 19.30–20.45 | Antoniushaus

Karten

Im November 1956 sind die Nachrichten von der brutalen und blutigen Niederschlagung des Ungarn-Aufstands über verschiedene Medienkanäle auch in der DDR angekommen. Die Schüler*innen der 12. Klasse der Oberschule in Storkow wollen sich politisch dazu verhalten und solidarisieren sich mit einer Schweigeminute während des Unterrichts mit den Aufständischen in Ungarn. Die DDR-Obrigkeit, die von diesem Vorfall erfährt, befindet: Dieser politische Ungehorsam muss verfolgt werden, die Anstifter sollen gefunden werden. Die Lehrer werden befragt, Schüler:innen verhört, Eltern werden unter Druck gesetzt, indem man ihnen die mitunter zukunftsvernichtenden Konsequenzen verdeutlicht, die der ganzen Familie bevorstehen, wenn man sich nicht kooperativ zeigt. Doch die Klasse hält zusammen, niemand wird als alleiniger „Rädelsführer“ benannt. Damit erhält die gesamte Klasse das Verbot, das Abitur in der DDR abzulegen. Um dieser Bestrafung zu entfliehen – und der ständigen Beobachtung durch die Staatssicherheit –, entscheiden sich die jungen Erwachsenen zu einem drastischen Schritt: Sie verlassen ihr Land, die DDR. Einzeln und in kleineren Gruppen fliehen sie nach West-Berlin und dann weiter nach Bensheim in der Bundesrepublik. Dorthin, wo das Abitur und die Freiheit auf sie warten. Dietrich Garstka, einer der Schüler der 12. Klasse von einst, hat die Ereignisse 50 Jahre danach in dokumentarischen Berichten veröffentlicht.

Das 1804 von Julius Reichsgraf von Soden als Würzburger Stadttheater gegründete Mainfranken Theater Würzburg vereint die Sparten Musiktheater, Schauspiel, Tanz und Konzert unter seinem Dach und präsentiert jährlich über 40 verschiedene Produktionen und Konzerte. Die verschiedenen Aufführungen und Konzerte ziehen im Jahr zwischen 80.000 und 100.000 Besucher*innen an. 

Die künstlerische Leitung hat Intendant Georg Rootering seit Januar 2025 kommissarisch inne. Das Mainfranken Theater verfügt über fünf Spielstätten. Im Dezember 2023 eröffneten Theaterneubau befinden sich das Kleine Haus mit 327 Plätzen, das hauptsächlich von Schauspiel bespielt wird, in der Spielzeit 25/26 aber auch Tanzproduktionen und drei Familienkonzerte beheimatet sowie die Probebühne (vor allem Veranstaltungsort für Schauspielproduktionen). Die Theaterfabrik Blaue Halle (etwa 10 Autominuten vom Hauptbahnhof entfernt) bietet 489 Sitze. Dort werden alle Musiktheaterproduktionen sowie große Tanzproduktionen mit Orchesterbegleitung angeboten. Daneben finden Sinfonie- und Kammerkonzerte in zwei verschiedenen Veranstaltungsräumen der Hochschule für Musik statt. Das Mainfranken Theater hat aktuell um die 300 Mitarbeitende auf und hinter der Bühne sowie in der Verwaltung.

Video ""

Besetzung

Inszenierung
Anna Stiepani
Ausstattung
Anna Wörl
Licht
Anna Stiepani
Musik
Adrian Sieber
Dramaturgie
Barbara Bily
Darsteller *
Nils David Bannert, Nils van der Horst, Tom Klenk, Julia Baukus, Patricia Schäfer, Eva-Lina Wenners
Das schweigende Klassenzimmer
Das schweigende Klassenzimmer © Laura Legge, Pauline Kuhn
Das schweigende Klassenzimmer
Das schweigende Klassenzimmer © Laura Legge, Pauline Kuhn
Das schweigende Klassenzimmer
Das schweigende Klassenzimmer © Laura Legge, Pauline Kuhn
Das schweigende Klassenzimmer
Das schweigende Klassenzimmer © Laura Legge, Pauline Kuhn
Das schweigende Klassenzimmer
Das schweigende Klassenzimmer © Laura Legge, Pauline Kuhn