Die schmutzigen Hände / Die Gerechten Die schmutzigen Hände / Die Gerechten
Bayerische Theatertage 26

40. Bayerische Theatertage
Regensburg 2026

Theater Regensburg

Die schmutzigen Hände / Die Gerechten
Die schmutzigen Hände / Die Gerechten
Doppelabend mit Dramen von Jean-Paul Sartre und Albert Camus
Deutsch von Hinrich Schmidt-Henkel
14+

10.5.26 | 18.00 | Antoniushaus

Karten

In Sartres DIE SCHMUTZIGEN HÄNDE plant Hoederer, Anführer einer revolutionären Partei, eine Allianz mit dem Feind. So will er weiteres Blutvergießen vermeiden und die eigene Macht nach dem Ende des Krieges sichern. Hugo, der bislang am Schreibtisch eingesetzt wurde und sich nach echten Taten sehnt, wird beauftragt, den Verräter zu töten. Er stimmt zu, gerät jedoch ins Zweifeln, weil ihm Hoederers Argumentation einleuchtet. Hugo und Hoederer verkörpern zwei Pole des politischen Handelns: Idealismus und Prinzipientreue auf der einen, Realpolitik und Kompromissbereitschaft auf der anderen Seite. Als Hugo Hoederer schließlich doch erschießt, geschieht dies nicht mehr aus Überzeugung. Ist diese Tat noch politisch? Oder ist aus dem Revolutionär ein Mörder geworden?

Diese Frage greift auch Camus in DIE GERECHTEN auf: Eine revolutionäre Zelle plant seit langem einen politischen Anschlag, um die Unterdrückung des Volkes durch den Staat zu beenden. Es ist beschlossen, dass der Großfürst sterben muss. Das Attentat scheitert jedoch, als einer von ihnen im entscheidenden Moment zögert, weil aus dem Feind ein Mensch wird.

Zwei existentialistische Klassiker befragen an diesem Doppelabend die Moral und Menschlichkeit einer jeden Revolution. Wann wird aus einer Überzeugung Extremismus? Ist das Opfern von Menschenleben durch Prinzipien zu rechtfertigen? Welche Mittel sind legitim, um Gesellschaft zu verändern?

Besetzung

10.5.2026, 18.00 Uhr
Inszenierung
Antje Thoms
Ausstattung & Video
Florian Barth
Licht
N.N.
Sounddesign
Jan-S. Beyer
Dramaturgie
Elena Höbarth