Im Rahmen der Bayerischen Theatertage zeigte das Theater Hof am Sonntag, den 24.5. im Antoniushaus die letzte Vorstellung des satirischen Musicals DIE TAGEBÜCHER VON ADAM UND EVA. Mit dem Musical von Marc Seitz und Kevin Schroeder nach Mark Twain brachte die Regisseurin Rita Sereinig eine unterhaltsame und pointierte Erzählung der Geschichte der ersten Menschen auf die Bühne. Eine vierköpfige Band begleitete das Publikum mit jazzigen Klängen auf der Expedition in das Dschungelparadies.
Ein Gast betritt das Gebäude des Staatstheaters am Bismarckplatz. Die schweren Eingangstüren ebnen dem Besuchenden den Weg zur charakteristischen Kutschendurchfahrt, die während der 40. Bayerischen Theatertagen in sanfte Grün- und Rosatöne getüncht ist. Rasch wird er von einem freundlichen Gesicht begrüßt und ihm durch Blicke signalisiert, dass man für jegliche Fragen und Wünsche jederzeit Rede und Antwort steht. Für die Besucher*innen ist das der erste zwischenmenschliche Kontakt an diesem Theaterabend.
Der Zuschauerraum ist noch leer, doch auf der Bühne herrscht bereits Konzentration. Kabel werden verlegt, Bühnenteile verschoben, Lichteinstellungen getestet. Während später das Publikum vor allem die fertige Inszenierung wahrnimmt, entsteht Theater lange davor, in einer Teamarbeit hinter und auf der Bühne.
Als Zuschauer*innen erleben wir Theater oft über das, was uns unmittelbar gezeigt wird: Bühne, Licht, Kostüme, Performance. Dabei baut jede Inszenierung auf einer Vielzahl an Prozessen auf, die für uns oft unsichtbar bleiben. So braucht eine Inszenierung, lange bevor sie endlich den Tag der Premiere feiern kann, eine Person, die Texte bearbeitet, Hintergründe recherchiert, Konzepte mitentwickelt, Feedback gibt und zwischen Regie, Ensemble und Publikum vermittelt.